Frühpädagogik – das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht

21. August 2017 Jürgen Seibold Heilpraktikerin Andrea Schweers

Frühkindliche Bildung, „Frühpädagogik“

Eine Begriffserklärung: Frühpädagogik = frühkindliche Bildung
„Frühkindliche Bildung beinhaltet die Bildung von Kindern ab Geburt bis ins Vorschulalter. Im Gegensatz zur Frühförderung geht es bei der frühkindlichen Bildung um die Förderung der geistigen, moralischen, kulturellen und körperlichen Entwicklung nicht behinderter Kinder.“ (Quelle: Wikipedia)

Wir wollen uns also in diesem Artikel mit dem Thema
„frühkindliche Bildung“ auseinandersetzen

Frühpädagogik ? In uns Selbst zu Hause sein !

Frühpädagogik? – In uns Selbst zu Hause sein ?

Unser Leben ist denk – und sprachgewaltig. Über etwas nachzudenken
und darüber zu reden sind kognitive Leistungen, die in unserer Welt
eine großen Stellenwert haben. Wir trauen unserem Verstand und lassen
unseren Kopf die meisten unserer Entscheidungen treffen.
Wir stellen fest, wir urteilen, wir erkennen, wir analysieren,
wägen ab, wir ziehen in Betracht, reflektieren und strengen unseren Geist an.

Abstrakt denken, zu logischen Schlüssen kommen und andere rhetorisch geschickt
davon zu überzeugen steht in der Rankingliste, auf dem Weg zu einem erfolgreichem Leben, weit oben.
Diese Überzeugung macht auch bei der Erziehung unserer Kinder nicht halt.
Wer etwas werden will fängt damit am besten so früh wie möglich an,
scheint das Motto zu sein.

Eltern machen sich Gedanken darüber, wie sie ihre Kinder von Beginn an
so fördern können, dass diese den Einstieg in die „Leistungsliga“ nicht verpassen.

Vor kurzem las ich in einem Artikel von Spiegel online über ein
Forschungsprojekt finnischer Forscher, die einen Zusammenhang herstellten
zwischen dem regelmäßigen Abspielen von Übungssprach-CDs vor der Geburt
eines Kindes und den daraus folgenden Lerneffekt nach der Geburt.
Womöglich ließen sich auf diese Weise sprachliche Fähigkeiten üben,
hieß es dort. „Den Autoren zufolge legen die Ergebnisse nahe, dass Kinder
leichter sprechen lernen, wenn sie vor der Geburt systematisch mit Sprache
konfrontiert werden. Das Nervensystem werde so auf akustische Feinheiten
vorbereitet. Durch auditives Training bei Föten könne sich möglicherweise
auch Sprachfehlern und Lese-Rechtschreib-Schwäche vorbeugen lassen“
Weiterhin schreibt Spiegel online :“ Im Bereich Frühpädagogik gilt Deutschland
als der am schnellsten wachsende Markt weltweit.“
DVDs und CDs mit dem Titel „Baby Einstein“, „Baby Bach“ oder
„Baby Shakespeare“ ist nur ein Beispiel von vielen, was der Markt zu bieten hat.

 

„Das Gras wächst nicht schneller wenn man daran zieht“
sagt ein afrikanisches Sprichwort.

Ist es Angst, die uns dazu bringt über die richtige Frühförderung unserer Kinder
schon vorm ersten Atemzug nachzudenken? Haben wir vergessen was
unsere Kinder wirklich brauchen und von sich aus mitbringen?

Es ist die selbstständige und natürliche Aktivität und Bewegung, die wichtig
sind für die Entfaltung der Persönlichkeit von Kindern und das gilt auch für
das kognitive und soziale Lernen. Jedes Kind hat dabei sein eigenes Tempo
und bringt sein eigenes Temperament mit. Kleine Kinder experimentieren
mit Dingen ihrer Umgebung und sind dabei auf natürliche Weise im Kontakt
mit sich selbst und mit anderen. Im Dialog, mit Forscherdrang und durch
Versuch im Irrtum bekommen Kinder alle Informationen über Material und
Umwelt und ein sicheres Gefühl für den eigenen Körper.

Unsere Präsenz, unsere Feinfühligkeit und Zuverlässigkeit als Eltern ist es,
die es unseren Kindern ermöglicht ihre Selbstwirksamkeit zu entdecken,
Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen zu entwickeln –
und das ist Welten entfernt von „Baby Einstein“ als CD.

Die Familientherapeutin Naomi Aldort schreibt in ihrem Buch
„Von der Erziehung zur Einfühlung“ „Grundbedürfnisse sind Themen
wie emotionales Wohlbefinden, Sicherheit, Nähe, Liebe, Autonomie,
die Freiheit sich auszudrücken, Neugier Ruhe, Schlaf, Bewegung.
Grundbedürfnisse zu erfüllen bedeutet nicht, Spielzeug oder Süssigkeiten
zu schenken. Es heißt auch nicht, das Kind anzuhalten, immer der Erste
sein zu müssen oder dem Kind alle Wünsche zu erfüllen.“

Körgefühl vs. Kopf-Karussell –
Gedanken zur frühkindlichen Bildung (Frühpädagogik)

Emotionales Wohlbefinden, Sicherheit, Neugier, Bewegung, Liebe ,
Autonomie – das sind Bedürfnisse, wie wir sie als Kind auch hatten
und auch heute noch als Erwachsene haben. Die Erfüllung dieser findet
nicht in unserem Kopf statt. Sie ist beheimatet in unseren Körpern.

Leider ist es häufig so, dass wir uns in und mit unserem Körper nicht wohl fühlen.
Ein Blick in den Spiegel und sofort folgen Gedanken wie zu dick, zu dünn,
Beine zu kurz, Haare zu dünn und wie guckst du überhaupt.

Wir sind es eher gewohnt, uns mit kritischen Blick von außen zu beobachten
als nach innen, in unseren Körper hinein zu spüren. Dabei ist er es, der uns
zuverlässig mit allem versorgt, was wir brauchen und der uns über unsere Körperempfindungen deutlich zeigt, was uns gut tut und was nicht .
Er ist ein zuverlässiger Seismograph für Empfindungen, die ein Spiegel
dessen sind, was gerade in uns los ist.

Je mehr wir unsere Grundbedürfnisse wieder bewusst wahr nehmen,
desto mehr steigt das Vertrauen in unser Bauchgefühl und wir können
unseren Kopf immer öfter in den Urlaub schicken.

Frühpädagogik? Andrea Schweers, Entspannungs- und Stressbewältigungstherapeutin in Bremen

Andrea Schweers, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Sozialpädagogin und Entspannungs- und Stressbewältigungstherapeutin in Bremen

 

Andrea Schweers
ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, Sozialpädagogin und Stressbewältigungs- und Entspannungstherapeutin.
Menschen individuell auf ihrem Weg zu begleiten mithilfe ihrer eigenen, natürlichen Ressourcen ist ihr Anliegen.
„In jedem von uns wohnt ein innerer Arzt“.
Sie arbeitet mit Familien um nachhaltige
Problemlösungen zu entwickeln.

Heilkundezentrum Midgard
Obernstraße 14
28195 Bremen
Tel.: 0421 – 43741098
www.klar-sinn.de
www.heilkundezentrum-midgard.de

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