Rheuma – Chancen ganzheitlicher Behandlung

5. Oktober 2017 Jürgen Seibold Alle Heilpraktiker Artikel auf heilen blogHeilpraktiker Seibold

Rheuma – Chancen ganzheitlicher Behandlung

 

ganzheitliche Behandlung vonr Rheuma

Rheuma:ganzheitliche Behandlungs -Chancen

Entzündlich- rheumatische Erkrankungen – Rheuma –
wie sind die Chancen mit ganzheitlichen
Behandlungsansätzen ?

I.
Offizielle Empfehlungen zu Rheuma
des RKI ( Bundesinstitut für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten)
und GBE ( Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes
sowie KBV (Kassenärztlicher Bundesvereinigung, unter Aufsicht des Bundesministeriums für Gesundheit)

II.
Eine Auszug einiger verfügbarer übergreifender Studienergebnisse
in Bezug auf Ernährung und Lebensgewohnheiten
China Study – T. Campbell 2. Auflage 2011
Publikationen: BMJ Journals (British Medical Journal), Pub Med Central

III.
Überliefertes naturheilkundliches Wissen
Wird die naturheilkundliche Erfahrung durch neue medizinische Erkenntnisse bestätigt ?

IV
Ganzheitliche Behandlungsgrundsätze
bei der Behandlung und zur Vorbeugung rheumatischer Erkrankungen

V
Abschließendes
Kommendes E- Book

I. offizielle Empfehlungen zu Rheuma – Bund

Veröffentlichung RKI (Robert Koch Institut) zu Rheuma
Zitat:_________________
„Der Begriff „entzündlich-rheumatische Erkrankungen“ bezeichnet eine Gruppe sehr unterschiedlicher, oft chronisch verlaufender Krankheiten. Bei diesen Erkrankungen greift das Immunsystem eigenes Körpergewebe an (Autoimmunerkrankung). Die entzündlichen Reaktionen betreffen vor allem den Bewegungsapparat, aber auch innere Organe wie Herz und Niere. Beispiele sind die rheumatoide Arthritis, die ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew) und der systemische Lupus erythematodes (SLE).
Krankheitsfolgen
Entzündungen unterschiedlicher Körpergewebe,
schwerwiegende Beeinträchtigungen der Lebensqualität.
Je nach Krankheitsbild zeigen sich beispielsweise:
Schmerzen an Gelenken und umgebenden Geweben,
Bewegungseinschränkungen,
Schädigungen innerer Organe.“

Zitat Ende.________________ Quelle: Robert Koch Institut, rki.de, Stand 24.5.2012

Weiter veröffenlicht das RKI über das GBE
(Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes) im Mai 2010:
Zitat:_________________
„Ein Beitrag zur Primärprävention ist lediglich bei einigen Erkrankungsformen durch Verzicht auf Tabakkonsum möglich. Günstigstenfalls können die Erkrankungen durch eine wirksame, dauerhaft fortgesetzte Behandlung zum Stillstand gebracht werden. In vielen Fällen verlaufen sie aber auch heute noch chronisch progredient, so dass für die Erkrankten eine gut erreichbare, fachlich kompetente medizinische Versorgung sowie Maßnahmen zur Erhaltung des Arbeitsplatzes und der Autonomie im täglichen Leben von zentraler Bedeutung sind. Dies deckt sich mit den Zielsetzungen des Sozialgesetzbuches IX, das die soziale Teilhabe und selbstbestimmte Lebensführung behinderter Menschen in den Vordergrund rückt. Beides sind Zielsetzungen, die den chronisch Kranken nicht als passiven Empfänger medizinischer Leistungen, sondern als Subjekt einer selbstbestimmten Bewältigung krankheitsbedingter Lasten sehen. Durch Aufklärung und Beratung kompetente Patientinnen und Patienten sind am ehesten in der Lage, erforderliche Eigenmaßnahmen (Gelenkübungen, Gelenkschutz, Medikamenteneinnahme) durchzuführen und aus den Versorgungsangeboten das für sie Notwendige herauszusuchen. Große Bedeutung kommt hier neben den Beratungsleistungen von Selbsthilfeorganisationen auch strukturierten Angeboten der ambulanten Patientenschulung und -information im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung zu. Sie müssen daher flächendeckend als ergänzende Leistungen zur Rehabilitation angeboten werden.“
Zitat Ende.________________Quelle: Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes,
gbe-bund.de, Entzündlich-rheumatische Erkrankungen [Gesundheitsberichterstattung – Themenhefte, Mai 2010]

Zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis schreibt die KBV
(kassenärzliche Bundesvereinigung)

Zitat:_________________
„Die Behandlung
Die rheumatoide Arthritis ist nicht heilbar. Aber es gibt gute Möglichkeiten, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern und die Beschwerden zu lindern.
Folgende Medikamente werden eingesetzt, um die Entzündung zu stoppen und die Schmerzen zu verringern:
Basismedikamente: Sie verlangsamen oder beenden die Entzündung und halten meist die Gelenkzerstörung auf. Sie wirken aber nicht sofort, sondern erst nach einigen Wochen.
Kortison-Mittel: Sie wirken im Gegensatz zu den Basismedikamenten sofort. Sie unterdrücken sehr gut die Entzündung und bessern rasch die Schmerzen. Kortison-Mittel werden nur solange eingesetzt, bis die Basismedikamente wirken.
Schmerzmittel: Sie können die Beschwerden sofort mildern und wirken oft entzündungshemmend. Die Gelenkzerstörungen halten sie nicht auf.
Alle Medikamente sind bei Rheuma sehr wirksam, können aber erhebliche Nebenwirkungen haben. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
Weitere Möglichkeiten der Behandlung sind:
Krankengymnastik und Ergotherapie: von Beginn an, um die Gelenke beweglich zu halten und Fehlhaltungen und Überlastung im Alltag zu vermeiden
psychologische oder psychotherapeutische Unterstützung: kann bei starkem Leidensdruck helfen, besser mit der Krankheit umzugehen
Operation: kann zerstörte Gelenke durch künstliche ersetzen, wenn die Krankheit schwer verläuft
Um den Verlauf der Krankheit beurteilen zu können, raten die Experten zu jährlichen Röntgenkontrollen von Händen und Füßen.
Was Sie selbst tun können
Es ist gut zu wissen, dass Sie wahrscheinlich nicht sofort einen Erfolg der Behandlung spüren werden. Es kann einige Zeit dauern, bis sie wirkt.
Sollten im Verlauf Unverträglichkeiten oder Besonderheiten der Behandlung oder Ihrer Erkrankung auftreten, besprechen Sie diese mit Ihrem Arzt.
Bei akuten Entzündungen in einzelnen Gelenken kann es helfen, wenn Sie diese gezielt kühlen.
Rauchen beeinflusst den Krankheitsverlauf ungünstig. Unterstützung zum Rauchstopp finden Sie zum Beispiel unter www.rauchfrei-info.de.
Körperliche Bewegung tut Ihnen gut. Gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren, Gymnastik oder Tanzen sind empfehlenswert.
Beachten Sie Ihre persönlichen Grenzen. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie unsicher sind.
Bequeme und stabile Schuhe sind wichtig. Diese entlasten Ihre Gelenke. Sie können sich Einlagen, spezielle Abrollhilfen oder orthopädische Schuhe verordnen und anfertigen lassen.
Es empfiehlt sich, bestimmte Hilfsmittel zu benutzen wie Öffner für Flaschen oder Marmeladengläser, Stiftverdickungen, Scheren mit automatischem Öffnungsmechanismus und Griffe für Kämme, Zahnbürsten und Messer. Diese Dinge erleichtern Ihnen den Alltag und schonen die Gelenke.
Sie können an einer Patientenschulung teilnehmen: Dort erhalten Sie Informationen und praktische Hinweise zu Ihrer Erkrankung.
Es kann hilfreich sein, Ihre Erfahrungen mit anderen Betroffenen auszutauschen, zum Beispiel in einer Selbsthilfegruppe.“

Zitat Ende.________________ Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung, kbv.de, Stand 1.3.2017

II. Ein Auszug einiger verfügbarer
übergreifender Studienergebnisse
in Bezug auf Ernährung und Lebensgewohnheiten

Bei meinen Recherchen bin ich auf wissenschaftliche Zusammenhänge gestoßen, die sich mit der Naturheilkunde decken (siehe III.)

China Study, Campbell, 2. Auflage 2011 hier geht’s zum Buch

Zitat:_________________
„MS kommt im hohen Norden 110-mal häufiger vorals am Äquator, und siebenmal häufiger in Südaustralien (näher zum Südpol) als in Nordaustralien. Diese Verteilung ähnelt sehr der Verteilung von anderen Autoimmunerkrankungen, einschließliche Typ1-Diabetes und rheumatoider Arthritis…. …. zog Swank in Erwägung,, insbesondere Nahrungsmittel tierischen Ursprungs, die hoch an gesättigten Fetten sind. Er entdeckte, daß im Milchprodukte konsumierenden Binndenland Norwegens die MS-Erkrankungsraten höher waren als in den Fisch konsumierenden Küstengebieten. (S. 206)

„Eine sechste und wohl bedeutenste Eigenschaft, die diese Krankheiten miteinander verbindet, ist ihr „Wirkmechanismus“. Da wir gemeinsame Wirkmechanismen in Betracht ziehen, beginnen wir mit der Sonnenlichtexposition, denn diese scheint irgendwie mit Autoimmunerkrankungen in Verbindung zu stehen. Sonnenlichtexposition, die mit der Zunahme der Breitengrade abnimmt, mag von Bedeutung sein, ab es gibt eindeutig noch andere Faktoren. Der Konsum von Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs, insbesondere von Kuhmilch, nimmt mit der Distanz zum Äquator ebenfalls zu. Tatsächlich wurde in einer der umfassenderen Studien gezeigt, dass Kuhmilch ein genauso guter Frühindikator für MS ist wie der Breitengrad bzw. das Sonnenlicht…“

„Dies führt zu der Annahme, dass die Omega-3-Fettsäuren, die in Fisch vorkommen, einen schützenden Effekt haben. Es wird aber beinahe nie erwähnt, dass der Konsum von Milchprodukten und gesättigten fetten in den Gebieten mit höherem Fischkonsum viel niedriger war. Ist es möglich, dass Kuhmilch und ein Mangel an Sonnenlichte eine ähnliche Auswirkung auf MS und andere Autoimmunerkrankungen haben, weil sie sich ähnlicher Wirkmechanismen bedienen? Das könnte sehr interessant sein, wenn es sich als wahr erweist. Wie sich herausstellte, ist diese Annahme nicht so verrückt. Bei diesem Mechanismus geht es einmal mehr um Vitamin D. Es gibt experimentelle Tierversuche mit Lupus, MS, rheumatoider Arthritis und entzündlichen Darmerkrankungen (z.B. Morbus Chrohn, Colitis Ulcerosa), von denen jede eine Autoimmunerkrankung ist. “Zitat Ende.________________ (S. 210 – 211)

 

BMJ Journals
Is rheumatoid arthritis a disease that starts in the intestine?
A pilot study comparing an elemental diet with oral prednisolone
Zitat:_________________

Abstract
Objectives: This pilot study aimed to determine if an elemental diet could be used to treat patients with active rheumatoid arthritis and to compare its effect to that of oral prednisolone.
Methods: Thirty patients with active rheumatoid arthritis were randomly allocated to 2 weeks of treatment with an elemental diet (n = 21) or oral prednisolone 15 mg/day (n = 9). Assessments of duration of early morning stiffness (EMS), pain on a 10 cm visual analog scale (VAS), the Ritchie articular index (RAI), swollen joint score, the Stanford Health Assessment Questionnaire, global patient and physician assessment, body weight, erythrocyte sedimentation rate (ESR), C-reactive protein (CRP) and haemoglobin, were made at 0, 2, 4 and 6 weeks.
Results: All clinical parameters improved in both groups (p<0.05) except the swollen joint score in the elemental diet group. An improvement of greater than 20% in EMS, VAS and RAI occurred in 72% of the elemental diet group and 78% of the prednisolone group. ESR, CRP and haemoglobin improved in the steroid group only (p<0.05).
Conclusions: An elemental diet for 2 weeks resulted in a clinical improvement in patients with active rheumatoid arthritis, and was as effective as a course of oral prednisolone 15 mg daily in improving subjective clinical parameters. This study supports the concept that rheumatoid arthritis may be a reaction to a food antigen(s) and that the disease process starts within the intestine.“

Zitat Ende.________________Quelle:http://pmj.bmj.com/content/83/976/128

 

Pub Med Central
Antioxidant intervention in rheumatoid arthritis:
results of an open pilot study
Zitat:_________________
„Results
The antioxidant-enriched spread was well tolerated. None of the patients withdrew from the study because of adverse reactions. The number of swollen and painful joints were significantly decreased, and general health significantly increased at t = 10 weeks.“

Zitat Ende.________________Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2367388/

 

 

Pub Med Central
Experimental stress in inflammatory rheumatic diseases: a review of psychophysiological stress responses
Zitat:_________________
“Abstract
Introduction
Stressful events are thought to contribute to the aetiology, maintenance and exacerbation of rheumatic diseases. Given the growing interest in acute stress responses and disease, this review investigates the impact of real-life experimental psychosocial, cognitive, exercise and sensory stressors on autonomic, neuroendocrine and immune function in patients with inflammatory rheumatic diseases.
Methods
Databases Medline, PsychINFO, Embase, Cinahl and Pubmed were screened for studies (1985 to 2009) investigating physiological stress responses in inflammatory rheumatic diseases. Eighteen articles met the inclusion criteria.
Results
Results suggest that immune function may be altered in response to a stressor; such alterations could contribute to the maintenance or exacerbation of inflammatory rheumatic diseases during stressful events in daily life. “
Zitat Ende.________________https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2911873/

 

III. Altes Wissen

Pfarrer Sebastian Kneipp  zu Rheuma

Rheuma - Sebastian Kneipp - Quelle: wikipedia

Sebastian Kneipp – Rheumatismus

­ Sebastian Anton Kneipp (1821 – 1897 in Wörishofen) war ein bayerischer katholischer Priester.und wurde durch seine natürlichen Therapien bekannt
Zitat:_________________
«Rheumatismus ist wahrlich der ewige Judas unter den Krankheiten. Die Heilung des Muskelrheumatismus ist ohne Zweifel schwierig, und Medikamente sind hier ganz ohnmächtig; denn nimmt man gelinde, so nützen sie nichts, und nimmt man starke, so reissen sie mehr nieder, als sie aufbauen. Hier heisst es: Was in die Natur eingedrungen ist und im Innern Schaden angerichtet hat, das muss alles ausgeleitet werden, und je einfacher und schuldloser dieses vor sich geht, um so sicherer erfolgt die Heilung.» Sebastian Kneipp“
Zitat Ende.________________
Quelle: http://kneipp.ch/das-ist-kneippen/kneipp-lexikon/rheumabeschwerden/

 

 

Paracelsus

Rheuma und Paracelsus - Quelle: wikipedia

Paracelsus zu Rheuma

Theophrastus Bombast von Hohenheim „Paracelsus“ *1494 – 1541 war ein schweizerisch-österreichischer Arzt, und Mystiker
Zitat:_________________
„Denn wo Krankheiten entstehen, da ist auch die Wurzel der Gesundheit zu suchen.“
„Wenn der Spiritus (= Geist) leidet, so leidet der Leib.“
„Infolge der Verstopfung entstehen andere Krankheiten … “
„Es gibt keine Krankheit, die den Menschen unbedingt tötet oder töten kann. Denn alle Krankheiten ohne Ausnahme können geheilt werden, nur gibt es manche, bei denen wir es noch nicht verstehen.“
„Alle Krankheiten sind bestimmt, zu ihrer Zeit geheilt zu werden und nicht,
wann wir es wünschen und wollen.“
Zitat Ende.________________ Quelle: http://www.nhv-theophrastus.de/

 

Hildegard von Bingen

Rheuma und Hidegard von Bingen - Quelle: wikipedia

Hildegard von Bingen zu Rheuma

Hildegard von Bingen (1098 – 1197) aus Bingen am Rhein gilt als erste Vertreterin der deutschen Mystik des Mittelalters. Ihre Werke befassen sich mit Religion, Medizin, Musik, Ethik und Kosmologie
Zitat:_________________
„Zu Hildegards Zeiten kannte man das Wort »Rheuma« noch nicht im heutigen Sinne. Bis zum 18. Jahrhundert wurde es mit »Katarrh« übersetzt. Rheuma war die leichte Flüssigkeit, der »Rotz«, der den Pferden aus der Nase quoll. Hildegard hat ihre eigene Sprache und beschreibt in ihren medizinischen Büchern über hundert Rheumamittel mit den Krankheitsbildern, wie sie etwa Rheumatiker an sich selbst beobachten. Hildegard sieht die tatsächlichen Ursachen von Rheuma und Gicht in maßlosem Essen und Trinken, gravierenden Ernährungsfehlern, in der Zerstörung der Lebensordnung sowie in besonderen charakteristischen Risikofaktoren – Ungeduld, Zorn, Furcht und Angst –, die den Menschen derartig plagen und zerstören können, dass sein ganzer Lebensmut verloren gehen kann.“
Zitat Ende.________________ Quelle: Wighard Strehlow Die Heilkunde der Hildegard von Bingen Gesundheit aus der Weisheit der Natur, Lüchow Verlag, 2010

 

Die Erfahrung der chinesischen Medizin zu Rheuma

Rheuma in der chinesischen Medizin

Rheuma in der chinesischen Medizin

Anders, als von den meisten Menschen wahrgenommen, ist die chinesische Medizin als Abzweigung der daoistischen Wissenschaften ein sehr umfangreiche Methode, in der sowohl Veränderungsarbeit als auch die Betrachtung der Psychosomatik eine übergeordnete Rolle spielt. Die Diagnose eines erfahrenen Praktikers (auch erfahren in der eigenen Lebenspflege) ist die Grundlage der Behandlung, die sowohl Übungen, Ernährung, Kräuter und verschiedene Anwendungen wie Akupunktur, Moxa, Tuina, GuaSha etc. mit einschließt. Eines der Grundlagenwerke ist das HuanDi Nejing, der „Klassiker der inneren Medizin“. Bereits über 200 Jahre vor unserer Zeitrechnung wurde das damalige Wissen zusammengefasst und bis heute gepflegt.
Rheumatischer Erkrankungen werden in der chinesischen Medizin als „schmerzhaftes Stauungssyndrom – Bi-Syndrom“ mit den Unterscheidungen Wind-Kälte / Wind-Hitze und Wind/ Nässe beschrieben werden und deren Ursachen und Behandlungen erfasst.
Hier ein Auszug aus dem HuanDi Neijing:
„Wenn Schmerzen auftreten, dominiert die Kälte. Kommt es statt Schmerzen zu einem Taubheitsgefühl, ist der Zustand chronisch geworden: das Pathogen ist dann so weit eingedrungen, daß der Fluß von Ying (Nähr-Energie aus der Nahrung) und Wei (Abwehr- Energie) gehemmt ist und die Leitbahnen leer sind… ….dominiert die Feuchtigkeit, dann fühlt sich der Patient klamm und feucht. … ….Allgemein gilt, daß durch Kälte hervorgerufene Bi- Zustände in akuten Schüben auftreten… (Das Bi- Syndrom)
Interessant zum Thema ist nachzulesen unter
„Behandlungen von Krankheiten“:

Rheuma: Körperschichten und Einflüsse nach der TCM

Rheuma: körperschichten und Einflüsse – TCM

Der Westen(Chinas)… Sie essen oft schwere Speisen, wie Fleisch, fette Milch und Käseprodukte. Das erklärt, warum sie meist eher dickleibig sind. Von außen droht Ihnen dank ihrer Stärke wenig Gefahr. Deswegen tendiert Ihre Krankheit dazu, sich ins Innere zu verlagern. Die Behandlung der Wahl erfolgt mittels Heilkräutern. …
In der Mitte (Chinas) dehnen sich weite, oft feuchte Ebenen aus. Die Menschen ernähren sich sehr abwechslungsreich und leben in friedlichem Miteinander. Die Krankheiten, die sie befallen, sind vor allem Erkältungen, Grippe, Kälte- Hitze zustände, Das Wei (Abwehr) Schlaffheitssyndrom und Atrophie. Die Zustand sollte man mit Daoyin- Übungen, manueller Therapie, einrenken, Tuina und Massage behandelt werden…. (Behandlung von Krankheiten)
Behandlung von Geist und Körper
Heutzutage sind die Menschen anders. In ihrem Inneren sind sie Sklaven ihrer Emotionen und Sorgen. Sie überanstrengen ihren Körper mit harter Arbeit. Sie folgen nicht mehr dem rhythmischen Wandel der Jahreszeiten und werden so anfällig für Angriffe durch „Räuber“ und Winde“ (pathogene Faktoren)….

 

Vergleicht man die bisher aufgeführten Quellen aus II. und III., fällt auf, dass die modernen Forschungsergebnisse erstaunliche Übereinstimmungen zum alten Heilkundewissen habe, vor Allem in den Krankheitsursachen:

  • Fehlernährung, Nahrungsintoleranzen
  • Psyche: Angst, Zorn, „Stress“, unverarbeitete Trauer
  • ungünstiger Lebenswandel
  • Schadstoffe im Körper
  • Parasiten

Es gäbe noch eine Vielzahl an Quellen, die nützlich wären für eine weitere Auswertung –
ich möchte dies allerdings lediglich als Einstieg so belassen und grundlegende Aspekte beleuchten, die meiner Meinung und Erfahrung nach sinnvoll sind, um rheumatische Erkrankungen ganzheitlich zu behandeln.

IV
Ganzheitliche Behandlungsgrundsätze bei der Behandlung und zur Vorbeugung rheumatischer Erkrankungen

Im Folgenden gebe ich eine – durch die Komlexität lediglich angedeutete – Aufstellung wichtiger Faktoren zur Hand, die sowohl aus meiner eigenen therapeutischen Erfahrung resultieren als auch auf umfangreichen und Jahrelangen Recherchen. Einige Quellenangeaben habe ich im Anshcluß mit aufgeführt.
Mir ist dabei wichtig zu erwähnen, daß bei Veränderungs- bzw. heilarbeit der verständige Blick von außen oftmal zwingend notwendig ist, da wir unsere eigenen Unzulänglichkeiten oftmals nicht erkennen können. Ich rate dem Leser, den Rat eines versierten Therapeuten, Arztes oder Coachs in Anspruch zu nehmen.

 

1. Ernährung bei Rheuma weitere Informationen

Ungünstig
– Übermaß an tierischem Eiweiß, sprich Fleisch und Fleischprodukte
– Fleisch und Fleischprodukte aus Massentierhaltung (Medikamente, Antibiotika)
– Übermaß an schnell verfügbaren Kohlehydraten, sprich Getreide, Kartoffeln (bzw. „Sättigungsbeilagen“ bzw. „fast food“)
– Kohlenhydratreiche Ernährung sorgt für eine erhöhte Insulin- Ausschüttung –
Insulin wiederum ist ein Entzündungsmediator
– Chemische oder „naturidentische“ Additiva: Haltarkeitsmittel und Geschmacksverstärker
– „Frustessen“ und schnelles „Schlingen“
– hoher Zuckerkonsum durch Limonaden
– Nahrungsmittelunverträglichkeiten erkennen nachhaltige Maßnahmen ergreifen
– Mangel an pflanzlichen und mineralischen Antioxidantien
– Mineralstoffmangel . Mineralien sind für unzählige Stoffwechselprozesse unabdinglich. Heilerden, Ursalze und urprüngliche Gemüsesorten sind wichtige Lieferanten !
Verbesserungsansätze
– 1 – 2 x die Woche Bio – Fleisch und Fisch
– „Low – Carb“ Ernährung
– Biologisch, Regional, Saisonal – als Grundtendenz
– Anteil an Wildkräutern, Gemüse, Salaten deutlich erhöhen
– Wasser , Kräutertees als Grundlage der Flüssigkeit
– diverse Fastenmodelle

2. Giftstoffe und deren Entgiftung weitere Informationen

Giftstoffe: Entstehung und Quellen 
– ungünstige Stressreaktionen
– Ernährungsfehler
– Medikamenten „Missbrauch“
– Chemikalien und Rückstände in Kleidung, Nahrung, Wasser
– moderner Elektro – und Strahlensmog
Entgiftungs – Ansätze
– Nahrungsmittel und Kräuter, die die Entgiftungsorgane
(Niere, Darm, Haut, Leber / Galle anregen)
– Bindemittel, um Giftstoffe zu binden, z.B. Mineralien, Pflanzenfasern
– Optimierung der Darmflora
– Optimierung der Lebensweise und Auswahl des Wohnortes (wenn möglich)
– physikalische Maßnahmen: Trockenbürsten, Sauna,
spezielle Körperübungen, um die Entgiftung anzuregen

3. Stoffwechsel und Rheuma weitere Informationen

Zusammenhänge
– Schilddrüse: Stressachse
– Immunsystem: Darmflora – „Microbiom – Darm – Hirnachse“
Darm
– zu lange Verweildauer und Rückvergiftung
– mangelhafte Bindung und Ausscheidung fettlöslicher Gifte
mögliche Maßnahmen zur Regulation
– Darmflora und deren Lebensgrundlagen
– Bitterstoffe
– natürliche Immunmodulatoren

4. Psychosomatik weitere Informationen

Ursachen
– unverarbeitete Traumata
– ungünstige Verarbeitungsmuster im Nervensystem
– Wahrnehmungsmuster und Glaubenssätze in Richtung „Festhalten“
– Abgabe von Verantwortung
Maßnahmen zur Regulation weitere Informationen
– Traumatherapie in Richtung „Kurzzeittherapie / sytemisch)
– Verhaltenstherapie / möglichst aus Erfahrungstraditionen
– Neubetrachtung von Grundregeln

5. Faszien weitere Informationen

Statik
Fehlhaltung und Fehlbewegung führen zu erhöhter Faszienspannung und somit zu einer schlechteren Stoffwechselsituation
Depot für Stoffwechselendprodukte“
Wenn der Körper nicht genug Schadstoffe ausleiten kann, lagert er sie im Bindegewebe ein. Stichworte: Entgiftung, Entsäuerung, Entschlackung.
Psychosomatik
Jede psychische Problematik hat einen körperliche Bezugsbereich
Maßnahmen zur Regulation
passives und GLEICHZEITIGES aktives Faszientraining

6. Entzündungsherde weitere Informationen

Faszien
– durch eine erhöhte Faszienspannung entstehen „Lücken“ im Immunsystem,
in denen sich Mikroorganismen „einnisten“ können
– durch erhöhte Faszienspannu ng entsteht eine Minderversorgung der Nerven,
Muskulatur und Gefässe
Zahnherde
– unerkannte Zahnherde könne das Nervensystem irritieren,
die Immunreaktion „triggern“ und auch streuen

7. Parasiten und Infektionen weitere Informationen

Pilze
– durch eine ungünsige Darmflora und Fehlernährung können sich Pilze (z.B. Candida) im Übermass vermehren
Viren
– virale Infektionen z.B. durch Kuhmilch oder nicht ausgeheilte Erkrankungen
wie EBV können die Organe schwächen
Bakterien
– Bakterien herde bzw. Fehlbesiedelung irritieren das Immunsystem
mögliche Maßnahmen zur Behandlung
– Regulation der Darmflora
– nachhaltige Behandlung unterschwelliger Infektionen

8. Lebensweise weitere Informationen

Rheuma: klimatische Einflüsse:

  • Wind, Kälte, Hitze – verändern oder Gegenmaßnahmen ergreifen
  • Leben ist Veränderung – Veränderung ist Leben. Im Fluss bleiben und die Lebensweise unabänderlichen Umständen anpassen !
  • Genug frische Luft, Sonne und Natur !
    Vitamin D – Mangel ist eine Übereinstimmung bei rheumatischen Erkrankungen !
  • Stress Belastungen führen zu einem hormonellen Ungleichgewicht und zu Überlastungen der Leber ! Zeitmanagement, ausreichen Schlaf, Psychohygiene und Veränderungsarbeit sind hier wichtige Aspekte
  • mehr „natürlich“ bewegen!

 

9. natürliche Medikamente bei Rheuma weitere Informationen

Aus der Erfahrungsheilkunde steht uns ein wahrer Schatz an natürlichen Rezepturen bereit, die bereits seit Jahrhunderten erforscht sind.
Beispiel wären Rezepturen aus der chinsesichen Medizin, Ayurveda
oder der europäischen Tradition.
Wichtig: Alle Anwendungen sind individuell auszuwählen !

 

 

V.
Abschließendes

Rheuma - Symptome betrachten - der Frosch im Kochtopf

Der Frosch im Kochtopf

1. Der Frosch im Kochtopf

Wie der „Frosch im Kochtopf“ gewöhnen wir uns im Alltag an eine
allmähliche Erwärmung der Suppe, in der wir sitzen.
Und flugs sind die ersten Anzeichen einer „Dysbalance“ wie Spannungen im Körper, Krämpfe, Kopfschmerzen etc. schnell mit einer Aspirin oder etwas Magnesium „übertüncht“.

Jedoch eine ganz klare Erfahrung meiner therapeutischen Tätigkeit lautet:
Der Körper hat immer recht !

Erst ein Flüstern, dann wird’s immer deutlicher – bis zu ganz grossen Problem.
Wehret den Anfängen – und nehmt Euren Körper ernst – er weiss genauestens Bescheid !!!

2. Erweiterung dieses Artikels

Vieles wurde in diesem Artikel aufgrund
des sehr umfangreichen Themas nur angerissen.

Geplant ist eine Erweiterung mit näheren Angaben
zur Ernährung, Lebensweise
und Therapie –
in Form eines kostenlosen E – Books !

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